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Virtuelle CT-
Koloskopie

Virtuelle CT- Koloskopie
Virtuelle CT-Koloskopie

Virtuelle CT-Koloskopie

Virtuelle CT-Koloskopie - Methode

Die virtuelle Koloskopie, auch CT-Kolonographie genannt, ist ein neues High-Tech-Verfahren, um das Innere des Dickdarmes zu betrachten und auf Veränderungen zu untersuchen.

Tumore und Dickdarmpolypen ab einer Größe von 8 mm können mit diesem Verfahren frühzeitig erkannt werden.

Die virtuelle Koloskopie hat gegenüber der konventionellen Darmspiegelung viele Vorteile: Bei der virtuellen Koloskopie muss kein Endoskop in das Innere des Darms eingeführt werden. Die „Fahrt“ durch den Dickdarm wird stattdessen am Computermonitor „simuliert“.

Hierzu werden zunächst mittels Computertomographie detailreiche zweidimensionale Bilder erzeugt. Diese digitalen Schnittbilder werden dann von speziellen Computerprogrammen in eine dreidimensionale Ansicht des Darms umgewandelt, die dem Arzt eine virtuelle Reise durch den gesamten Dickdarm ermöglicht. Die Untersuchung ist deshalb wesentlich angenehmer als die herkömmliche Darmspiegelung, verursacht keine Schmerzen und erfordert keine Beruhigungsmittel.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist die Methode genauso zuverlässig wie die herkömmliche Darmspiegelung, um Darmpolypen oder Darmkrebs in Größen von über acht Millimeter aufzuspüren. Ein Nachteil ist, dass der Arzt während der Untersuchung keine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen kann. Bei Veränderungen im Darm, die verdächtig sind, muss daher in jedem Fall zusätzlich eine normale Darmspiegelung erfolgen. Bei einer unauffälligen Untersuchung sind dagegen keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Vorteile und Nachteile der virtuellen Darmspiegelung 

  • Bei der virtuellen Darmspiegelung muss kein Endoskop in das Innere des Darms eingeführt werden.
  • Die Untersuchung ist wesentlich angenehmer als die herkömmliche Darmspiegelung.
  • Die CT-Kolonographie verursacht keine Schmerzen und erfordert keine Beruhigungsmittel.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen ist die Methode genauso zuverlässig wie die herkömmliche Darmspiegelung, um Darmpolypen oder Darmkrebs in Größen von über acht Millimeter aufzuspüren.
  • Der Arzt kann während der Untersuchung keine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Bei verdächtigen Veränderungen im Darm muss daher in jedem Fall zusätzlich eine normale Darmspiegelung erfolgen.
  • Bei der Untersuchung werden Röntgenstrahlen eingesetzt. Die Strahlendosis beträgt ca. 5-6 mSv. Damit liegt die Strahlung etwas höher als jene, der jeder Mensch Jahr für Jahr aus der Umwelt ausgesetzt ist. Diese beträgt im Durchschnitt ungefähr 2,5 mSv pro Jahr. Im Einzelfall – z.B. bei Flugreisen - kann sie auch deutlich höher liegen.

Behandlungsablauf

Die Aufnahmen werden mit einem Multischicht-Computertomographen der neuesten Generation („64-Zeiler“) erzeugt. Für die Untersuchung müssen Sie sich ungefähr 15 Minuten im Untersuchungsgerät aufhalten, werden aber nur ca. 20 Sekunden effektiv den Röntgenstrahlen ausgesetzt. So bleibt die Strahlendosis sehr gering. Die Untersuchung findet mit Hilfe der „Atemanhaltetechnik“ statt. Für Sie bedeutet das, während der entscheidenden Untersuchungsphase im Gerät kurz die Luft anzuhalten.

Kurz vor der eigentlichen Untersuchung wird Ihnen durch den After eine geringe Menge Kohlendioxidgas verabreicht. Dieses leichte Aufblähen des Dickdarms dient dazu, aneinander liegende Darmwände sanft zu entfalten, damit während der Untersuchung das gesamte Darminnere gut abgebildet werden kann. Die Untersuchung wird dann in Bauch- und Rückenlage durchgeführt, um alle Darmschlingen gut beurteilen zu können.

Zur kurzfristigen Ruhigstellung des Darms erhalten Sie ein Medikament (Buscopan). Die Wirkung hält nur während der Untersuchung an, die Darmfunktion wird nicht beeinträchtigt. Sollten Sie einen erhöhten Augeninnendruck (Glaukom) oder eine vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostata) haben, so teilen Sie uns das bitte vor der Untersuchung mit, da wir dann auf die Buscopan-Gabe verzichten. Nach der Untersuchung können Sie wieder nach Hause bzw. zur Arbeit gehen. Bitte beachten Sie jedoch, dass das Medikament zur Darmruhigstellung Ihr Reaktionsvermögen und Ihre Sehschärfe vorübergehend beeinträchtigen kann. Sie sollten deshalb einige Stunden nach der Untersuchung nicht selber Auto fahren und auch nicht an Maschinen oder in anderen Bereichen, die ein schnelles Reaktionsvermögen und eine gute Sehkraft erfordern, arbeiten. Kommen Sie deshalb bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder lassen Sie sich bringen.

Leider können wir Ihnen den Befund nicht direkt im Anschluss an die Untersuchung mitteilen. Die Auswertung der Untersuchung dauert nämlich mehrere Stunden. Hierzu müssen zunächst die dreidimensionalen Bilder vom Computer berechnet werden. Es werden viele hundert Bilder erstellt, die anschließend ausgewertet werden. Dabei „navigieren“ wir durch das 3D-Darmmodell und ziehen zur genauen Betrachtung auch zweidimensionale Einzelbilder hinzu. Sobald uns die Untersuchungsergebnisse vorliegen, informieren wir Sie natürlich sofort.

Kontrastmittel

Die Gabe eines Kontrastmittels ist nicht notwendig.

Kontraindikation

Bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) oder einer vergrößerten Vorsteherdrüse (Prostata) wird auf die Buscopan-Gabe verzichtet.

Vorbereitung

Genauso wie vor einer normalen Darmspiegelung ist es auch bei der virtuellen Koloskopie sehr wichtig, den Darm mit Abführmitteln komplett zu reinigen, um die Sicht auf die Darmwand nicht zu versperren. Zur gründlichen Darmreinigung müssen Sie am Tag vor der Untersuchung eine spezielle Trinklösung zu sich nehmen. Hierfür erhalten Sie von uns ein Rezept und ein spezielles Merkblatt.

Bitte beachten Sie, dass das Medikament zur Darmruhigstellung Ihr Reaktionsvermögen und Ihre Sehschärfe vorübergehend beeinträchtigen kann. Sie sollten deshalb einige Stunden nach der Untersuchung nicht selber Auto fahren und auch nicht an Maschinen oder in anderen Bereichen, die ein schnelles Reaktionsvermögen und eine gute Sehkraft erfordern, arbeiten. Kommen Sie deshalb bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder lassen Sie sich bringen.

Mitzubringende Unterlagen

Überweisung des behandelnden Arztes

Diese Methode führen wir in folgenden Standorten durch:

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