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IORT

Intraoperative
Radiotherapie

IORT
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Intraoperative Radiotherapie (IORT)

Intraoperative Radiotherapie (IORT) - Methode

Die intraoperative Radiotherapie (IORT) wird sowohl als alleinige Radiotherapie während der brusterhaltenden Operation als auch als Boost (kleinräumige Dosisaufsättigung im Bereich des höchsten Risikos für einen Rückfall) gefolgt von der mehrwöchigen, fraktionierten Strahlentherapie der gesamten Brustdrüse angewandt.

1. Alleinige IORT

Auf Grund neuerer Studienergebnisse (Vaidya, Wenz et al. Lancet 2013) kann die alleinige IORT an ausgewählten Patientinnen mit relativ niedrigem Rückfallrisiko nun auch außerhalb von Studien erfolgen. Hierzu gehören Patientinnen, die 70 Jahre oder älter sind und ein Mammakarzinom vom sog. NST-Typ (non special type; früher invasiv duktales Ca. genannt) entfernt bekommen haben, der höchstens ca. 2cm Größe hatte und keine Risikofaktoren wie u.a. Lymphknotenbefall aufwies. In diesen Fällen kann auf die zusätzliche Radiotherapie der gesamten Brustdrüse nach Abschluss der Wundheilung verzichtet werden.

2. IORT als Boost gefolgt von mehrwöchiger, fraktionierter Strahlentherapie der Brustdrüse

Bei bestimmten Brustkrebskarzinomen kann, abhängig vom Alter der Patientin, der Tumorgröße und Histologie sowie Lage des Tumors in der Brustdrüse die IORT als sofortige Boost-Radiotherapie erfolgen. Hierdurch verkürzt sich die Zeit der nachfolgenden Radiotherapie der gesamten Brustdrüse etwas und Herz und Lunge können noch besser geschont werden. Das Risiko für Rückfälle erscheint hierbei besonders niedrig zu sein. Etwas erhöht kann das Risiko für erhebliche Wundheilungsstörungen sein, welche insgesamt jedoch selten auftreten. Sollte eine Chemotherapie indiziert sein, so wird diese zunächst durchgeführt. Im Anschluss daran erfolgt die Strahlentherapie der betroffenen Brustdrüse.

Die IORT wird in Kooperation mit dem Mammazentrum Hamburg und dem AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg angeboten.

Technik und Ablauf der intraoperativen Radiotherapie

Die intraoperative Radiotherapie wird mit dem Intrabeam-System der Firma Zeiss, Oberkochen, durchgeführt. Eine kleine Röntgenröhre wird an ein fahrbares und frei schwenkbares Stativ angekoppelt. Kugelapplikatoren verschiedener Durchmesser entsprechend der Größe der Wundhöhle werden an die Röntgenröhre angeschlossen und direkt in der Wundhöhle plaziert. Anschließend wird mit 50 kV Röntgenstrahlung (kein besonderer Strahlenschutz erforderlich!) über eine Zeitdauer von 20 bis 45 Minuten (abhängig von dem Kugeldurchmesser) mit einer festen Dosis von 20 Gy bezogen auf die Kugeloberfläche bestrahlt.

Einen informativen Filmbeitrag des Hamburger Regionalmagazins des Fernsehsenders RTL können Sie unter diesem Link ansehen:
http://www.rtlregional.de/player.php?id=4971

Einsatzbereiche

Diese Therapie wird bei Krebserkrankungen eingesetzt.

Behandlungsablauf

Nach Überweisung zu uns findet ein persönliches Gespräch statt, in dem die Vorgeschichte des Patienten erfragt und eine körperliche Untersuchung durchgeführt wird. Um sich ein umfassendes Bild über die Erkrankung machen zu können, sind Arztbriefe, Untersuchungsbefunde, Operationsberichte, histologische Befunde und die angefertigten Röntgen- bzw. Kernspintomografie-Bilder unverzichtbar und müssen zum Vorstellungstermin mitgebracht werden.

Auf Grund aller verfügbaren Informationen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Als Strahlentherapeuten und Radioonkologen sind wir grundsätzlich mit allen Tumorerkrankungen in allen Stadien befasst. Dies verschafft uns einen guten Überblick über das gesamte Gebiet der Onkologie, so dass wir in der Lage sind, detailliert, ausgewogen und auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse beraten zu können. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch informieren wir über die Zielsetzung der Behandlung, den Ablauf und mögliche Nebenwirkungen.

Die Entscheidung zur intraoperativen Radiotherapie wird gemeinsam mit der/dem operierenden Gynäkologin,/-en getroffen unter Berücksichtigung der Größe des Tumors, seiner Histologie und der anatomischen Lage sowie des Volumens der Brustdrüse. Während der Operation wird in Abhängigkeit von der Größe der Resektionshöhle der passende Applikator gewählt und dieser von Strahlentherapeut und Operateurin/Operateur exakt in der Operationshöhle plaziert.

Die Dauer der Bestrahlung beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Applikators ca. 20 bis 55 Minuten.

Nach Abschluß der Radiotherapie wird der Applikator entfernt und die Wunde verschlossen. Eine erste Nachsorgeuntersuchung ist ca. 6 Wochen nach Operation vorgesehen.

Kontrastmittel

In bestimmten Fällen werden Untersuchungen mit Gabe von Kontrastmitteln notwendig werden. Einzelheiten hierzu erläutern wir Ihnen im persönlichen Gespräch. Hilfreich sind evtl. vorhandene Blutuntersuchungen (speziell Kreatinin- und TSH-Werte), die wir Sie bitten, mitzubringen.

Kontraindikation

Mögliche Kontraindikationen und Alternativen zu einer Strahlentherapie werden im persönlichen Gespräch dargelegt und erklärt werden.

Vorbereitung

Für die Untersuchung sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen erforderlich. Sie können vor der Untersuchung wie gewohnt essen, trinken und ggf. Ihre Medikamente einnehmen. Eventuell müssen spezielle CT-,MR- oder PET-CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Einzelheiten hierzu erläutern wir Ihnen im persönlichen Gespräch.

Technik und Ablauf der intraoperativen Radiotherapie

Die intraoperative Radiotherapie wird mit dem Intrabeam-System der Firma Zeiss, Oberkochen, durchgeführt. Eine kleine Röntgenröhre wird an ein fahrbares und frei schwenkbares Stativ angekoppelt. Kugelapplikatoren verschiedener Durchmesser entsprechend der Größe der Wundhöhle werden an die Röntgenröhre angeschlossen und direkt in der Wundhöhle plaziert. Anschließend wird mit 50 kV Röntgenstrahlung (kein besonderer Strahlenschutz erforderlich!) über eine Zeitdauer von 20 bis 45 Minuten (abhängig von dem Kugeldurchmesser) mit einer festen Dosis von 20 Gy bezogen auf die Kugeloberfläche bestrahlt.

Einen informativen Filmbeitrag des Hamburger Regionalmagazins des Fernsehsenders RTL können Sie unter diesem Link ansehen: http://www.rtlregional.de/player.php?id=4971 aus der Methode herausgenommen und dort eingefügt werden.

Mitzubringende Unterlagen

  • CT-/MRT-Bilder: Bereits vorher erstellte CT- oder MR-Aufnahmen sind für uns nützlich, reichen aber allein für die Erstellung eines individuellen Bestrahlungsplans nicht aus
  • Voruntersuchungen und schriftliche Vorbefunde
  • Arztbriefe, Untersuchungsbefunde, Operationsberichte, histologische Befunde
  • Überweisung des behandelnden Arztes
  • Krankenversicherungs-Karte

Diese Methode führen wir in folgenden Standorten durch:

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