Ganzkörper-
MRT

Früherkennung
und Vorsorge

Ganzkörper-MRT (Vorsorge)

Ganzkörper-MRT, Früherkennung und Vorsorge

Die Ganzkörper-MRT ermöglicht uns die Darstellung des gesamten Körpers, d.h. sämtlicher Organe, des Skelettsystems, der Wirbelsäule, des Gefäßsystems und der Gelenke. Die Untersuchung dient in erster Linie der Früherkennung von Krebserkrankungen. Jedoch können je nach Lebensalter und genetischer oder individueller Vorbelastung auch andere Fragestellungen, wie z.B. die mögliche Einengung von Adern abgeklärt werden. Die Untersuchung kommt ohne Röntgenstrahlen und meist auch ohne den Einsatz von Kontrastmittel aus. 

Vorbereitung

Für die Untersuchung ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Sie können vor der Untersuchung wie gewohnt essen, trinken und ggf. Ihre Medikamente einnehmen.

Mitzubringende Unterlagen

  • Voruntersuchungen und schriftliche Vorbefunde

  • Überweisung des behandelnden Arztes

  • Krankenversicherungs-Karte

Kontraindikation

Die Untersuchung kann nicht durchgeführt werden, wenn Kontraindikationen gegen die Durchführung einer Kernspintomographie oder gegen die Gabe von MR-Kontrastmittel bestehen.

Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung sind:

  • Herzschrittmacher
  • Cardio-Defibrillator (ICD)
  • Fest implantierte Neurostimulatoren, Insulinpumpen usw.
  • Metallsplitter im Auge
  • Metallsplitter im Körper in der Nähe von Organen, Gefäßen oder Nerven
  • Zahnprothese mit magnetischer Halterung (die meisten sind nicht magnetisch und damit unproblematisch)
  • Bypassgefäße mit magnetischer Halterung (die meisten sind nicht magnetisch und damit unproblematisch)

Bitte klären Sie mit Ihrem Arzt, ob bei Ihnen Kontraindikationen gegen die Gabe von MR-Kontrastmittel bestehen.

Eine Nachfrage beim Operateur kann notwendig sein bei:

  • Cochlea-Implantaten
  • Aneurysma-Clips im Kopf

Problematisch kann die Untersuchung sein bei:

  • Großen Tätowierungen, bei denen die verwendeten Farben Metallpartikel enthalten, die sich in der MRT erwärmen können
  • Einer Schwangerschaft im ersten Drittel. Ein schädigender Effekt der MRT auf den Fötus ist zwar bisher nicht nachgewiesen, dennoch sollte eine Untersuchung nur in Ausnahmefällen und aus wichtigem Grund erfolgen. Auf die Gabe eines Kontrastmittels wird außer in lebensbedrohlichen Situationen und bei unabdingbarer Notwendigkeit der Kontrastmittelgabe während der Schwangerschaft immer verzichtet werden.
  • Patienten, die unter Platzangst leiden. In aller Regel kann diese aber medikamentös so beeinflusst werden, dass eine Untersuchung möglich wird. Anschließend ist allerdings das Führen von Kraftfahrzeugen bzw. die aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht möglich. Sie sollten daher in Begleitung zur Untersuchung erscheinen.

Keine Hindernisse sind:

  • Gelenkprothesen
  • Gefäß-Stents
  • künstliche Herzklappen
  • Drahtcerclagen (z.B. nach Herz-Operation)

Bei Kontraindikationen zur MRT kann eventuell auf eine Computertomographie, eine andere Röntgenuntersuchung oder eine Sonographie ausgewichen werden.

Als Alternative kann ggf. die CT-Angiographie eingesetzt werden.

Behandlungsablauf

Die Untersuchung erfolgt an unserem MRT Skyra der Firma Siemens. Dieses offene 3 Tesla Gerät liefert durch seine hohe Auflösung besonders detailreiche Bilder und verkürzt die Untersuchungszeit. Wegen der unterschiedlichen Messungen ist es erforderlich , Sie am gesamten Körper in die sehr leichten Messspulen zu „ verpacken“. Die Untersuchung dauert im Durchschnitt 30-40 Minuten, während der Sie ruhig liegen sollten.

Für bestimmte Erkrankungen gibt es spezielle Untersuchungen, die gegenüber der Ganzkörper-MRT eine höhere Genauigkeit haben:

  • Zur Brustkrebs-Vorsorge sind Methoden der Mammadiagnostik, wie z.B. die digitale oder MR-Mammographie, Sonographie und Biopsie besser geeignet.

  • Im Bereich der Darmkrebs-Vorsorge liefern die normale oder virtuelle CT-Koloskopie genauere Ergebnisse

  • Kleinste Veränderungen der Lunge erkennen wir besser mit dem Niedrigdosis-CT der Lunge.

  • Herzerkrankungen können durch spezielle MRT- oder CT-Untersuchungen nur des Herzens erkannt werden.

Kontrastmittel

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) kann es notwendig sein, Kontrastmittel (KM) zu spritzen. In Ausnahmefällen kann als Nebenwirkung eine allergische Reaktion auftreten, die durch den untersuchenden Arzt meist komplikationslos beherrschbar ist.

In den letzten Jahren hat sich allerdings gezeigt, dass bestimmte MRT-Kontrastmittel bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion eine sogenannte „Nephrogene Systemische Fibrose (NSF)“ auslösen können. Hierbei handelt es sich um ein therapeutisch schwer beherrschbares Krankheitsbild, das potentiell auch innere Organe befallen und die Lebenserwartung erheblich verkürzen kann. Die Entstehung dieses Krankheitsbildes ist noch nicht vollständig erforscht. Sicher ist jedoch, dass eine eingeschränkte Nierenfunktion (besonders wenn GFR < 30 ml/min/1,73 m²), eine wiederholte Gabe von Kontrastmitteln oder hohen Dosen sowie die Art des Kontrastmittels eine wichtige Rolle spielen. Es sind weltweit etwa 500 Fälle bei 100 Millionen Kontrastmittelgaben beschrieben worden. Die mit Abstand meisten Berichte über die NSF stammen aus Ländern, in denen bevorzugt große Mengen linear-nichtionische MR-Kontrastmittel angewendet werden (v.a. den USA). Die in der Radiologischen Allianz eingesetzten MR-Kontrastmittel sind diesbezüglich deutlich weniger risikobehaftet. Dennoch wägen wir bei allen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Nutzen und Risiko ab - auch unter Berücksichtigung der Risiken alternativer Verfahren.

Wenn bei Ihnen eine Nierenerkrankung besteht, sprechen Sie uns bitte an!

Diese Methode führen wir in folgenden Praxen durch: