Computertomographie (CT)

Im Folgenden möchten wir Ihnen den Untersuchungsablauf in unserer Praxis beschreiben. So können Sie sich gut auf Ihren Termin vorbereiten.

Im Unterschied zu einer normalen Röntgenuntersuchung wird bei einem CT nicht ein einfaches Schattenbild, sondern ein Schnittbild des entsprechenden Organs oder Körperabschnitts erzeugt. Eine Röntgenquelle rotiert während der Aufnahme um den betroffenen Körperteil, während gegenüberliegende Röntgendetektoren die durch die Körperstrukturen (Organe, Knochen, weiches Gewebe) hindurch gelassenen und abgeschwächten Strahlen erfassen. In digitale Daten umgewandelt ergeben diese Informationen so ‚schichtweise’ einem anatomischen Querschnitt, der auf dem Bildschirm rekonstruiert und betrachtet werden kann.

Der Untersuchungsablauf wird individuell auf Ihr jeweiliges Krankheitsbild zugeschnitten. Die Dauer der Untersuchung hängt von der untersuchten Körperregion ab. Auch wenn die eigentlichen Aufnahmen an einem modernen Spiral-CT innerhalb weniger Sekunden entstehen, müssen Sie mit einer Untersuchungsdauer von insgesamt 15 bis 30 Minuten rechnen. Der Einsatz eines Kontrastmittels verlängert die Untersuchung. Wenn Sie dieses beispielsweise trinken müssen, um den Darmtrakt einzufärben, liegt zwischen Verabreichung des Mittels und der eigentlichen Computertomographie in der Regel etwa eine Stunde. 

Der Computertomograph ist ein großer Ring, der sehr kurz, aber breit im Durchmesser ist. Zudem ist er zu beiden Enden hin offen, so dass in keiner der drei Raumrichtungen ein Engegefühl entstehen kann. Bei der Untersuchung liegen Sie auf einer bequemen Patientenliege (normalerweise auf dem Rücken). Diese fährt Sie dann langsam durch die Öffnung des Tomographen – die so genannte „Gantry“. Jetzt müssen Sie nur noch auf die Anweisungen unseres Fachteams achten, das Sie zum Beispiel bittet, den Atem kurz anzuhalten oder bestimmte Körperteile besonders ruhig zu halten. Von der Erstellung der Bilder spüren Sie genauso wenig wie bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen; 
Sie hören lediglich ein leises Summen. Während der gesamten Untersuchung bewegt sich die Patientenliege ein wenig. Falls Sie sich während der Untersuchung unwohl fühlen, können Sie jederzeit unser CT-Team ansprechen. Dafür ist in unseren modernen Geräten eigens eine Sprechanlage eingebaut. 

Die Computertomographie besitzt eine sehr hohe Detailauflösung, der Kontrast zwischen unterschiedlichen Weichteilen oder Organen ist aber oft sehr gering. Deshalb müssen häufig jodhaltige Kontrastmittel (KM) verabreicht werden. Sie dienen einer besseren Abgrenzbarkeit von Veränderungen wie Tumoren oder Entzündungen in den Organen des menschlichen Körpers. Gefäße oder Darmabschnitte können ebenfalls besser beurteilt oder abgegrenzt werden. Zur Darmkontrastierung wird das Kontrastmittel entweder getrunken in seltenen Fällen auch als Einlauf verabreicht. Zur Darstellung der Organe wird das Kontrastmittel in die Armvene injiziert. Bei einigen Untersuchungen wie z.B. im Bereich der Wirbelsäule und der Bandscheiben oder bei Knochenverletzungen sind KM-Gaben nicht notwendig. Bei Untersuchungen des Gehirns oder des Brustkorbes sind sie hilfreich. Bei Untersuchungen im Bauchbereich ist die KM-Gabe meist unverzichtbar. Bei jeder KM-Gabe kann es zu einem Wärmegefühl im Körper kommen. Dieses wird von jedem Patienten unterschiedlich empfunden, einige bemerken es gar nicht, andere klagen über Hitzewallungen. Die meisten Patienten bemerken ein leichtes Wärmgefühl im ganzen Körper. Dabei handelt es sich nicht um eine unerwünschte Nebenwirkung, sondern um eine unvermeidliche und ungefährliche Reaktion der Gefäßwände.

Auch bei nicht bekannter Allergie oder Überempfindlichkeit kann es gelegentlich zu allergischen Reaktionen kommen (Juckreiz, Hautrötung, Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislauf-Probleme, Atemnot). Diese Reaktionen können wir durch bestimmte Medikamente in der Regel gut beherrschen. Bei den modernen Kontrastmitteln, die wir verwenden, sind ernste Nebenwirkungen in Form von Schockzuständen mit Kreislaufstillstand sehr selten. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind bei entsprechender Vorerkrankung die Auslösung eines Nierenversagens oder einer Schilddrüsenüberfunktion. 

In der überwiegenden Zahl der Fälle treten Nebenwirkungen bei entsprechenden Vorerkrankungen oder Vorschädigungen auf. Daher wird vor der Kontrastmittelgabe die Notwendigkeit überprüft. Bekannte Vorschädigungen werden ausgeschlossen. Deshalb möchten wir vor einer Kontrastmittelgabe Informationen über die Nierenfunktion („Kreatininwert“) und die Schilddrüsenfunktion („TSH-Wert“) erhalten. Sollte bei Ihnen eine Allergie, z.B. gegen Schmuck oder Nahrungsbestandteile, bestehen oder eine Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung, so teilen Sie uns dies bitte vor der Untersuchung mit, damit wir ggf. entsprechende Maßnahmen ergreifen können. Unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ist die Kontrastmittelgabe eine sichere Methode mit hohem diagnostischem Erkenntnisgewinn.

Diabetiker (zuckerkranke Patienten), die ein metforminhaltiges Medikament (dieses wird in Tablettenform verabreicht) einnehmen, müssen dieses nach Möglichkeit 2 Tage vor der CT-Kontrastmittelgabe absetzen (bei normaler Nierenfunktion erst am Untersuchungstag) und erst 2 Tage nach der Untersuchung wieder einnehmen. Diese Medikamente können Wechselwirkungen mit dem Kontrastmittel verursachen. Handelsnamen für Metformin sind: Biocos, Diabesin, Diabetase, Espaformin, Glucobon, Glucophage, Mediabet, Meglucon, Mescortin, Met, Metfogamma, Metformin, Siofor, Thiabet.